Präsentation

Die Tischlerei Gustav Feind und Söhne GmbH wurde im Juni 1877 von Franz Carsten Nikolaus Feind gegründet. Der Firmensitz war dabei seit der Gründungszeit Hamburg-Uhlenhorst.

Die zwei Söhne des Gründers lernten im väterlichen Betrieb das Tischlerhandwerk. Der ältere Sohn Gustav Franz Heinrich übernahm als zweite Generation später um die Jahrhundertwende die Tischlerei, sein Bruder zog in das Ruhrgebiet und war dort bis zu seinem Lebensende ebenfalls als Tischler tätig. Gustav Franz Heinrich führte das Familienunternehmen bis Anfang der 30er Jahre, dann übernahm es Sohn Gustav Otto Johann, der während des Ersten Weltkrieges beim Vater in die Lehre gegangen war. Als in Hamburg der Ohlsdorfer Friedhof erweitert wurde, übernahm die Firma Gustav Feind den Ausbau der Friedhofskapellen.

Gustav Otto Johann Feind ging im Jahre 1923 als Junggeselle nach Spanien mit der Absicht, in Sevilla ein Unternehmen aufzubauen. Sein Vater schickte ihm hierfür die Maschinen, Gustav Otto Johann Feind baute innerhalb kürzester Zeit eine Tischlerei auf, die schon bald nach ihrer Eröffnung führend war. Als er jedoch an Malaria erkrankte, musste er seine Firma in Spanien verlassen und nach Hamburg zurückkehren. Er führte den Betrieb bis zum Jahre 1940 weiter und wurde dann zum Kriegsdienst eingezogen. Während des Zweiten Weltkrieges wurde der Betrieb in eine behelfsmäßig eingerichtete Werkstatt im Kreis Storman ausgelagert. Dort konnte das Unternehmen den Bombenangriffen entgehen.

Als Gustav Otto Johann Feind im Jahre 1942 vorzeitig wegen einer Herzkrankheit aus dem Krieg zurückkam, baute er den Betrieb im Kreis Storman weiter aus und richtete dort die Hauptfertigung „Büromöbel ein. Während der Kriegszeit mussten die Bäume noch selbst gefällt und zugeschnitten werden.
Sohn Gustav Erdmannn Feind fing 1947 im Betrieb seines Vaters an. Nach seinen Gesellenjahren und seiner Meisterprüfung im Jahre 1957 führte er ab Anfang der 60er Jahre das Familienunternehmen eigenverantwortlich fort. Zu dieser Zeit spezialisierte sich die Firma auf besondere Innenausbauten sowie Einbaumöbel und andere exklusive Möbelstücke, es wurde auch viel bei der Restauration denkmalgeschützter Gebäude mitgearbeitet. Damals waren ständig sieben bis acht Mitarbeiter beschäftigt, darunter auch mehrere Lehrlinge.

Gustav Erdmann Feind führte bis Anfang der 90er Jahre die Tischlerei. Einige Jahre war er ehrenamtlich als Lehrlingsmeister, d.h. Schlichter bei Streitigkeiten zwischen Lehrling und Lehrbetrieb, tätig. In dieser Funktion war er auch für die Abnahme der Lehrlingsprüfung zuständig. Als Anerkennung für diese Tätigkeiten wurde Herr Feind von der Tischlerinnung im Jahre 1996 zum Ehrenmeister ernannt.
Heute leitet mit den Söhnen Klaus und Michael die fünfte Generation der Familie Feind das Unternehmen. Beide Brüder absolvierten im elterlichen Betrieb ihre Lehre und schlossen erfolgreich ihre Meisterprüfung ab. Sie übernahmen die Tischlerei im Jahre 1993, die schon 1990 in eine GmbH umgewandelt wurde. Klaus und Michael Feind sind gleichberechtigte Geschäftsführer und Inhaber des Betriebes, der heute nach wie vor auf den Bereich Sonderanfertigung spezialisiert ist. Hier werden neben den anderen traditionellen Arbeiten einer Tischlerei wie Reperaturen, Um- und Ausbauten, Fenster, Türen und Treppen, Speziallösungen in qualitativ hochwertiger, guter Handwerksarbeit zu fairen Preisen angeboten. Für Schiffe oder kleine Boote werden ebenfalls besondere Innenausbauten gefertigt.

Die Tischlerei Gustav Feind GmbH ist seit dem Jahre 1964 an dem heutigen Standort in eigenen Räumen ansässig. Hier konnte die Werkstatt mit modernen Maschinen und Geräten wie einer Plattenaufteilsäge und einer automatischen Kantenanleimmaschine ausgestattet und mit einem Holzlager eingerichtet werden. Die Kunden sind heute herstellende Betriebe, Dienstleister, Handelsunternehmen und Privatleute, es wurden sogar schon Büroeinrichtungen nach Paris geliefert und eingebaut.

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Gustav Feind GmbH | Luruper Drift 45 | 22549 Hamburg | Tel. 040 / 83 71 04 | Fax 040 / 83 52 32

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